Als ein kleines Dankeschön für unsere treuen Leser stellen wir heute das Kapitel „Word-of-Mouth-Marketing im Kommunikationsmix“ aus dem „Jahrbuch Marketing 2010/2011“ kostenlos zum Download bereit.
Genossenschaftsbanken stoßen im Marketing auf einige Herausforderungen: nicht nur, dass sie sich in einer heiklen Branche bewegen, die hohes Vertrauen erfordert, und von vielen Kunden ein eher konservatives Vorgehen erwartet wird, sie müssen auch das Regionalprinzip beachten, was den Marketingspielraum einschränkt. Da sind clevere Ideen und innovative Strategien gefragt.
Die Hallertauer Volksbankhat sich daher eine ausgefallene Idee überlegt: ein Brettspiel, das den regionalen Bezug in den Vordergrund stellt. In diesem Regionalquiz unternehmen bis zu 4 Spieler eine Reise durch die Hallertau. Wer als erster auf dem Gallimarkt in Mainburg ankommt, hat gekommen. Auf dieser Reise gilt es, Fragen zur Hallertauer Volksbank und zur Region zu beantworten. Damit verknüpft die Volksbank auf optimale Weise die Region mit der Marke. Die Spieler beschäftigen sich mehrere Stunden und vielleicht sogar über Jahre hinweg immer wieder freiwillig mit den Werbebotschaften der Volksbank und haben sogar noch Spaß dabei. Besser kann man Marketing nicht inszenieren!
Deutschland, das Land der Trainer, Berater und Coaches. Mehrere zehntausend aktive Anbieter tummeln sich in diesem hart umkämpften Markt. Da steigt von Jahr zu Jahr die Bedeutung einer professionellen und effektiven Vermarktung der eigenen Person und Angebote. Nur wer sich eine unverwechselbare Positionierung schafft, seinen Kundennutzen klar argumentieren kann und fit in Marketing, Vertrieb und PR ist, kann dauerhaft am Markt bestehen.
Dabei hilft die neue Auflage des Bestsellers “Akquise für Trainer, Berater, Coachs”. Prof. Dr. Michael Bernecker und seine Co-Autoren führen den Leser durch den kompletten Marketingprozess – von der Positionierung über Marketing und PR bis hin zum aktiven Vertrieb. Dabei kommen natürlich auch aktuelle Themen wie Online-Marketing oder “Dauerbrenner” wie Empfehlungsmarketing nicht zu kurz.
Das Buch zeichnet sich durch eine wichtige Besonderheit aus: alle drei Autoren sind selbst seit vielen Jahren als Trainer und Berater aktiv. Sie berichten also direkt aus ihrer eigenen langjährigen Praxis, statt bloße Marketingtheorien aufzuarbeiten. Sie kennen alle Probleme, auf die Anfänger und Profis in der täglichen Arbeit stoßen, aber auch alle Tricks und Kniffe, mit denen sich diese Probleme meistern lassen. Dieses geballte Marketing-Know-how wurde in der 5. Auflage noch einmal aktualisiert und auf den neusten Stand gebracht.
Mit diesem Buch haben Trainer, Berater und Coaches einen Leitfaden an der Hand, der ihnen schnell und dauerhaft mehr Kunden und Aufträge verschaffen wird. Die vielen Praxishilfen auf der beiliegenden CD-Rom stellen dabei eine wertvolle Unterstützung dar.
Stadtmarketing ist eine Herausforderung für Städte und Gemeinden. Günstig soll es sein, die Stadt in ein richtiges Licht rücken und Gäste möglichst emotional ansprechen. Keine leichte Aufgabe…
Die Stadt “Grand Rapids”, die den Ruf einer sterbenden Stadt innehat, nutzt jetzt die Macht der Social Media. Mit von Spendern gesammelten 40.000 Dollar wurde ein außergewöhnliches Video gedreht, inklusive Hubschrauber und Pyroeffekten. Der eigentliche Charme des Youtube-Videos liegt aber darin, dass über 4.000 Einwohner der Stadt, Feuerwehr, Polizei, das Football Team und viele andere Vereine und Einrichtungen in dem Video mitwirken und dem Kurzfilm einen ungeheuren Gänsehaut-Faktor verleihen. Der Lohn der Mühen: knapp 1 Million Videoaufrufe in 5 Tagen!
Prof. Dr. Nikola Ziehe zeigte beim Kölner Marketing 2011 in einem spannenden Vortrag auf, wie sich Unternehmen über den Preis positionieren und was Unternehmen von Giganten wie Media Markt oder Saturn lernen können. In diesem kurzen Ausschnitt gibt Prof. Dr. Ziehe Tipps zur optimalen Preiskommunikation:
Die Präsentation von Prof. Dr. Ziehe können Sie sich hier ansehen und herunterladen:
Auch Prof. Dr. Ziehe hat uns ein Interview gegeben.
1. In Ihrem Vortrag zeigen Sie die Bedeutung der Preiskommunikation auf. Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen für kleine und mittlere Unternehmen bei der Kommunikation ihrer Preise?
Für kleine und mittlere Unternehmen stellen sich im Prinzip dieselben Herausforderungen wie für grosse Unternehmen. Es kommt vielmehr auf die Marktposition und die Wettbewerbsstruktur an. Alle Unternehmen, die vor allem über einen gut zu kommunizierenden USP bei ihren Produkten bzw. Services und über viele treue Kunden verfügen, haben sehr deutliche Vorteile – auch beim Thema Preiskommunikation. Für Unterrnehmen in hart umkämpften Branchen wie z.B. in der Konsumgüterbranche kommt es vor allem auf eine konsistente und stabile Preisskommuikation an, die zum Unternehmen passt und mit diesem in unmittelbaren Zusammenhang gebracht werden kann.
2. Wie lassen sich aus Kunden, die wegen dem Preis gekauft haben, dauerhafte und treue Kunden machen? Geht das überhaupt?
Natürlich können Kunden mit einer hohen Preisorientierung gebunden werden, z.B. über dauerhaft aggressive Werbepreise von ausgewählten Eckartikeln. Aber auch eine “logische”, d.h. nachvollziehbare Preispolitik mit einer entsprechenden auf rationalen Argumenten begründeten Preiskommunikation kann für einen Anbieter über das gesamte Produktangebot ein günstiges Image vermitteln. Allerdings reicht es bei diesen Kundentypen nicht, das Image nur auf eine günstig bzw. billig wirkenden Preiskommunikation zu sützen, sondern es müssen zunächst auch entsprechende Preisrealitäten geschaffen werden. Allerdings muss auch für diese Kunden gesagt werden, dass sie zwar über eine bessere Preiskenntnis verfügen, diese sich aber auch nur auf einzekne Produktbereiche beziehen kann.
3. Wie verändern Social Shopping Dienste wie Groupon die Preiswahrnehmung und das Einkaufsverhalten der Menschen?
Social Shopping Dienste wie Groupon sind ein weiteres Rabattinstrument, das die Kunden wiederum zu einer höheren Preissensitivität und einer erhöhten Wechselbereitschaft verleiten wird. Die bspw. bei Groupon gewährten Rabatte sind erheblich, so dass sie vor allem Schnäppchenjäger anziehen. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich das Angebot entwickeln wird, das sich derzeit noch auf Produktbereiche wie z.B. Beauty und Restaurants fokussiert. Auch die Häufigkeit mit der Anbieter sich dieses Instruments bedienen, um Neukunden zu gewinnen, wird die Bedeutung für die Preiswahrnehmung massgeblich bestimmen. So ist aus vielen Studien bekannt, dass Super-Sonderangebote i.d.R. keine nachhaltige Wirkung erzeilen, wenn sie nur hin- und wieder gewährt werden. Insofern lautet die Empfehlung hier: sparsam einsetzen, testen und messen und vor allem in eine konsistente und nachvollziehbare Preisstrategie investieren!
Der Markenexperte Dr. Karsten Kilian referierte beim Kölner Marketingtag 2011 über das Thema “Mitarbeiter als Markenbotschafter”. Hier ein kurzer Ausschnitt seines Vortrags.
Den gesamten Vortrag finden Sie bei Slideshare zum Download.
Dr. Kilian hat sich in den vergangenen Jahren einen exzellenten Ruf als Markenexperte erworben. Durch seine Website www.markenlexikon.com und eine regelmäßige Kolumne in der Absatzwirtschaft erreicht er mit seinem Fachwissen jeden Monat Zehntausende von Marketeers. Dr. Kilian lehrt an mehreren Hochschulen und berät mittelständische Unternehmen in markenstrategischen Fragen. Für das Deutsche Institut für Marketing ist er als Trainer und Referent tätig. Beim Kölner Marketingtag hat er sich nach seinem Vortrag für ein Interview zur Verfügung gestellt.
1. Herr Dr. Kilian, in Ihrem Vortrag weisen Sie auf die Rolle der Mitarbeiter als Markenbotschafter hin. Wie hat sich die Bedeutung der Mitarbeiter durch Social Media verändert?
Die Rolle der Mitarbeiter als Markenbotschafter hat durch Social Media weiter an Bedeutung gewonnen. Hauptgrund hierfür ist, dass viele Mitarbeiter heute mit eigenen Gedanken und Kommentaren auf Social-Media-Portalen aktiv sind. Ob es sich dabei um offizielle Markenbotschaften oder persönliche Einschätzungen zur Marke handelt, ist unerheblich. Fakt ist: Jeder Mitarbeiter ist immer und überall Markenbotschafter! Das stellt große Herausforderungen an die Unternehmen – und an die Mitarbeiter. Es muss klar geregelt werden, was gewünscht (und gefördert) wird und was nicht, vor allem aber, was zulässig ist und was nicht.
2. Wie gelingt es Unternehmen, die Mitarbeiter auf „eine Linie“ zu bringen, um ein einheitliches Markenbild und gemeinsame Markenwerte zu transportieren?
Zunächst einmal braucht es ein brauchbares Markenprofil, und kein austauschbares Einerlei von 08/15-Markenwerten à la Tradition, Qualität, Innovation und Kundenorientierung. Daran scheitern aktuell noch immer die meisten Unternehmen, wenn sie denn überhaupt einen Markenkern und Markenwerte festgelegt haben. Viele Unternehmen geben sich nach wie vor mit umfangreichen “Corporate Design”-Handbüchern zufrieden, die aber lediglich die gestalterische Oberfläche regeln – und damit wenig Hilfestellung bieten, um das Verhalten aller Mitarbeiter an der Marke ausrichten zu können.
Deshalb gilt es zunächst die Marke auf KURS zu bringen, d.h. konkrete, ursächliche, relevante und spezifische Markenwerte festzulegen mit denen sich das Unternehmen dauerhaft vom Wettbewerb differenzieren kann. In einem zweiten Schritt gilt es die aus dem früheren und aktuellen Handeln des Unternehmens abgeleiteten Markenwerte im Unternehmen fest intern zu verankern. Das kann zum einen durch Einmalaktionen geschehen, vor allem aber sollten die Markenwerte in bestehende Aktivitäten integriert und/oder neue Aktivitäten, Gremien und Regeln dauerhaft im Unternehmen verankert werden. Dabei gilt: Interne Markenverankerung ist kein Projekt, sondern eine Lebensaufgabe!
3. Welche Bedeutung haben die Mitarbeiter als Markenbotschafter in kleinen und regionalen Unternehmen im Gegensatz zu großen Konzernen?
Es kommt weniger auf die Unternehmensgröße an als vielmehr auf die branchenbezogene Relevanz der Mitarbeiter. Während Konsumgüterhersteller eine Marke meist relativ leicht führen können, weil nur wenige Mitarbeiter involviert sind, ist diese Aufgabe bei Dienstleistungsunternehmen und Industriegüterherstellern auf deutlich mehr Mitarbeiter verteilt. Hinzu kommt, dass der persönliche Kundenkontakt in beiden genannten Wirtschaftszweigen wesentlich intensiver ist und dadurch auch viel stärker die Markenvorstellung der Kunden prägt.
Kleine und regionale Unternehmen haben hierbei zwei Vorteile. Zum einen sind sie in der Region verwurzelt, was die Identifikation mit dem Unternehmen und damit mit der eigenen Marke erleichtert, zum anderen ist der Kontakt zur Geschäftsleitung, insbesondere bei familiär geprägten KMU, wesentlich ausgeprägter. In allen Fällen gilt: Der Erfolg interner Markenführung hängt zuallererst vom Führen und Vorführen durch die Unternehmensleitung ab. Nur wenn die verantwortlichen Führungskräfte, allen voran der Chef bzw. die Chefin, die Marke tagtäglich im eigenen Tun berücksichtigen, werden auch die Mitarbeiter versuchen, in ihrem Tun (und Lassen!) möglichst auf einer Linie mit der eigenen Marke zu sein. Letztendlich gilt: Je stärker das Markenprofil, umso profilprägender treten die eigenen Mitarbeiter auf und umso größer ist der Unternehmensprofit!
Vielen Dank für das Interview und Ihren spannenden Vortrag.
Der Kölner Marketingtag 2011 war ein voller Erfolg. Mehr als 170 begeisterte Teilnehmer liesen sich von den Vorträgen inspirieren und nutzten die Gelegenheit zu intensivem Networking und Erfahrungsaustausch.
Im Laufe der kommenden Woche laden wir Bilder, Videos und die Präsentationen hier im Blog sowie auf der Website www.koelner-marketingtag.de hoch. Vorab hier schonmal kleine Impressionen in Form von kurzen iPhone-Videos.
Prof. Dr. Michael Bernecker: Typengerechte Kundenansprache
Dr. Karsten Kilian: Mitarbeiter als Markenbotschafter
Jochen F. Obrecht: Erfolgreicher Markenrelaunch in der Schuhbranche
Die Vorbereitungen zum Kölner Marketingtag 2011 laufen auf Hochtouren. Der 19.05.2011 gehört ganz dem Thema Marketing: sechs spannende Vorträge sowie jede Menge Möglichkeiten zum Networken mit Marketingverantwortlichen aus der Region.
Das Buch „Kunden verstehen, gewinnen und begeistern“ von Dietmar Pfaff ist bereits seit 2006 auf dem Markt und hat sich in dieser Zeit zu einem Standardwerk im praxisorientierten Marketing entwickelt. Zum fünfjährigen Jubiläum des Buches finden wir es angebracht, es noch einmal ausdrücklich zu empfehlen.
Obwohl das Buch kein Lehrbuch im klassischen Sinne es, enthält es viele theoretische Grundlagen des Marketing-Prozesses, jedoch nie ohne den praktischen Bezug zu verlieren. Anfangen bei der grunsätzlichen Bedeutung der Kundenorientierung über die Marktforschung und Kundenanalyse, Zielgruppenselektion und Nutzenargumentation bis hin zu Angebots- und Produktgestaltung, Service und Vertriebsmanagement umfasst das Buch alles, was erfolgreiches Marketing ausmacht. Ein kurzer Abschnitt zu den rechtlichen Aspekten des Marketing schärft den Blick auf die juristischen Grenzen.
Zahlreiche Abbildungen verdeutlichen den Inhalt der Kapitel durch Schemata und Übersichten. Häufig werden Bullet Point-Aufzählungen eingesetzt, um die Lesbarkeit zu verbessern und wichtige Fragen oder Kernpunkte hervorzuheben.
Das Buch „Kunden verstehen, gewinnen und begeistern“ eignet sich hervorragend, um sich mit der „Marketing-Denke“ vertraut zu machen und die Grundlagen marktorientierten Verhaltens noch einmal zu verinnerlichen. Aktuelle Themen wie z.B. der Online-Marketing-Part veralten natürlich schnell und sind dementsprechend nicht mehr auf dem neuesten Stand. Trotzdem zählt das Werk nach wie vor zu den „Must reads“ für jeden Marketeer!