Der grüne Daumen für Ihr Marketing
 

DIM-Marketingblog


27
Mai
2011

KMT 2: Vortrag, Video und Interview mit Prof. Dr. Ziehe

Filed under: B2B-Marketing,Pricing — fbeilharz @ 10:35

Prof. Dr. Nikola Ziehe zeigte beim Kölner Marketing 2011 in einem spannenden Vortrag auf, wie sich Unternehmen über den Preis positionieren und was Unternehmen von Giganten wie Media Markt oder Saturn lernen können. In diesem kurzen Ausschnitt gibt Prof. Dr. Ziehe Tipps zur optimalen Preiskommunikation:

Die Präsentation von Prof. Dr. Ziehe können Sie sich hier ansehen und herunterladen:

Auch Prof. Dr. Ziehe hat uns ein Interview gegeben.

1. In Ihrem Vortrag zeigen Sie die Bedeutung der Preiskommunikation auf. Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen für kleine und mittlere Unternehmen bei der Kommunikation ihrer Preise?
Für kleine und mittlere Unternehmen stellen sich im Prinzip dieselben Herausforderungen wie für grosse Unternehmen. Es kommt vielmehr auf die Marktposition und die Wettbewerbsstruktur an. Alle Unternehmen, die vor allem über einen gut zu kommunizierenden USP bei ihren Produkten bzw. Services und über viele treue Kunden verfügen, haben sehr deutliche Vorteile – auch beim Thema Preiskommunikation. Für Unterrnehmen in hart umkämpften Branchen wie z.B. in der Konsumgüterbranche kommt es vor allem auf eine konsistente und stabile Preisskommuikation an, die zum Unternehmen passt und mit diesem in unmittelbaren Zusammenhang gebracht werden kann.

2. Wie lassen sich aus Kunden, die wegen dem Preis gekauft haben, dauerhafte und treue Kunden machen? Geht das überhaupt?

Natürlich können Kunden mit einer hohen Preisorientierung gebunden werden, z.B. über dauerhaft aggressive Werbepreise von ausgewählten Eckartikeln. Aber auch eine “logische”, d.h. nachvollziehbare Preispolitik mit einer entsprechenden auf rationalen Argumenten begründeten Preiskommunikation kann für einen Anbieter über das gesamte Produktangebot ein günstiges Image vermitteln. Allerdings reicht es bei diesen Kundentypen nicht, das Image nur auf eine günstig bzw. billig wirkenden Preiskommunikation zu sützen, sondern es müssen zunächst auch entsprechende Preisrealitäten geschaffen werden. Allerdings muss auch für diese Kunden gesagt werden, dass sie zwar über eine bessere Preiskenntnis verfügen, diese sich aber auch nur auf einzekne Produktbereiche beziehen kann.

3. Wie verändern Social Shopping Dienste wie Groupon die Preiswahrnehmung und das Einkaufsverhalten der Menschen?

Social Shopping Dienste wie Groupon sind ein weiteres Rabattinstrument, das die Kunden wiederum zu einer höheren Preissensitivität und einer erhöhten Wechselbereitschaft verleiten wird. Die bspw. bei Groupon gewährten Rabatte sind erheblich, so dass sie vor allem Schnäppchenjäger anziehen. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich das Angebot entwickeln wird, das sich derzeit noch auf Produktbereiche wie z.B. Beauty und Restaurants fokussiert. Auch die Häufigkeit mit der Anbieter sich dieses Instruments bedienen, um Neukunden zu gewinnen, wird die Bedeutung für die Preiswahrnehmung massgeblich bestimmen. So ist aus vielen Studien bekannt, dass Super-Sonderangebote i.d.R. keine nachhaltige Wirkung erzeilen, wenn sie nur hin- und wieder gewährt werden. Insofern lautet die Empfehlung hier: sparsam einsetzen, testen und messen und vor allem in eine konsistente und nachvollziehbare Preisstrategie investieren!

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1
Apr
2011

Neues Gesetz: Social Media Marketing nur noch durch staatlich geprüfte Fachkräfte

Das könnte der Todesstoß für Facebook, Twitter und Co. in Deutschland sein: Ab dem 01.01.2012 dürfen nur noch staatlich geprüfte Social Media-Fachkräfte in sozialen Netzwerken aktiv werden. Dieses Gesetz wurde gestern durch den Ausschuss „Neue Medien“ des Bundestags verabschiedet.

Social Media GesetzWie genau die Ausbildung der Fachkräfte ablaufen soll, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Gesetzesvorlage sieht eine 3-monatige Intensivausbildung vor. Bei den vorangegangenen Debatten im Bundestag äußerten sich einige Vertrete der Opposition kritisch über die Dauer der Ausbildung und warfen ein, aufgrund der Komplexität des Themas käme nur ein 6-semestriger Bachelorstudiengang dafür in Frage. Damit das Gesetz jedoch möglichst schnell umgesetzt werden kann, einigte man sich auf eine kürzere Ausbildungsdauer.

Die genauen Inhalte der Ausbildung sollen in den nächsten Monaten erarbeitet werden. Die Bundesregierung beruft dazu eine Enquete-Kommission ein, in der Social Media Experten wie das Deutsche Institut für Marketing, die social media akademie, 121watt, conceptbakery, Berliner Brandung, Social Network Akademie, Thomas Hutter, Joachim Rumohr, Stefan Berns, Albert Pusch, Henri Apell und weitere Brancheninsider einen detaillierten Lehrplan ausarbeiten.

Als Hintergrund des neuen Gesetzes vermuten Brancheninsider die Angst der Regierung vor zunehmendem Kontrollverlust. Die sozialen Medien wurden in den vergangenen Jahren weltweit von politischen Aktivisten eingesetzt, um die regulierten staatlichen Medien zu umgehen. In der offiziellen Begründung der Gesetzesvorlage wird die Motivation zu der tiefgreifenden Änderung jedoch mit Qualitätssicherung, Jugend- und Datenschutz angegeben. Inoffiziell äußerte sich ein Regierungsvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte, so: „Es kann nicht sein, dass jeder twittert und facebooked, wie er will. Haben Sie sich den Unfug mal angesehen, der tagtäglich über diese Dienste verbreitet wird? Der anhaltende Hype um die sozialen Netzwerke hat uns zu diesem Schritt gezwungen, um wieder etwas Ordnung in das Chaos zu bringen.“

Ob die Änderung faktisch einer Abschaffung des sozialen Netzwerkens bedeutet, ist noch offen. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen, die in ihrem Marketing stark von den Möglichkeiten des Web 2.0 profitiert haben, können oft keine Mitarbeiter für die Ausbildung freistellen und verfügen auch nicht über das nötige Budget, um die Ausbildung bezahlen zu können. So werden Facebook, Twitter und Co. zukünftig wohl nur noch für Großkonzerne realisierbare Marketingkanäle darstellen.

Bildquelle: istockphoto.com

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22
Mrz
2011

Zertifikatslehrgang „Marketingmanager (DIM)“

Der Handlungs- und Verantwortungsbereiche von Marketingverantwortlichen wächst beständig an. Das Deutsche Institut für Marketing nimmt sich diesem Trend an und startet den Zertifizierungslehrgang zum „Marketingmanager (DIM)“ an. Dazu führte das Institut im Jahr 2009 eine bundesweite Studie durch, welche die Aufgaben und Methoden der Marketingmanager erfasst.
Aufbauend auf diesen Erkenntnissen bietet das Deutsche Institut für Marketing nun den Zertifikatslehrgang „Marketingmanager (DIM)“ an. Er vermittelt Marketingmanagern das nötige allgemeine Handwerkzeug, ohne die individuelle Weiterbildung zu vernachlässigen. Marketingtreibenden erhalten ein umfassenden und aktuellen Überblick über die Strategien, Vorgehensweisen und Instrumente des Marketing. Vom Erfolg profitieren Teilnehmer und Unternehmen. Denn nach erfolgreich abgeschlossenem Kurs sind die Teilnehmer in der Lage weitreichende Entscheidungen zu treffen und Ihr Team marketingorientiert zu führen.

Die Basis des Zertifizierungslehrgangs besteht aus drei Grundlagenmodulen:

-    Grundlagen Marketingplanung & -konzeption
-    Marketing- & Vertriebscontrolling
-    Kampagnenmanagement

Des Weiteren entscheiden sich die Teilnehmer für zwei Wahlmodule aus folgendem Angebot:

-    Marktforschung
-    Markenmanagement
-    Key-Account Management
-    Social Media Management
-    Online-Marketing
-    Basistraining Vertrieb

Nach den drei Grundlagen- und den zwei Wahlmodulen findet der letzte Schritt zum Zertifikat statt: Die Marketingwerkstatt. Dieser Abschlussworkshop, der auch den letzten Baustein des Lehrgangs darstellt. In diesem lernen die Teilnehmer zu führen und zu kommunizieren. Das erworbene Wissen beweisen die Teilnehmer in einer finalen Gruppenarbeit.

Der Lehrgang ist für Verantwortliche und Entscheidungsträger aus dem Bereich Marketing sowie für Ingenieure und andere Führungspersönlichkeiten mit technischem Hintergrund und steigender Marketingverantwortung konzipiert. Die im Lehrgang vermittelten Inhalte sind gleichermaßen relevant für Trainees, angehende Führungskräfte und für Unternehmens-, Projekt und Abteilungsleiter mit starkem Marketingfokus.

Zusammengefasst schaffen die Grundlagenmodule eine breite Basis und die Wahlmodule vervollständigen das persönliche Profil. Der Zertifikatslehrgang „Marketingmanager (DIM)“ stärkt den eigenen Lebenslauf, baut eine breite Kompetenzbasis zur gesicherten Entscheidungsfindung auf und vermittelt ein umfangreiches Wissen über relevante Marketingaktivitäten.

Durch die freie Wahl der Seminartermine bleibt die zeitliche Unabhängigkeit gewahrt. Auch die Themengebiete zur Wissensvertiefung lassen sich individuell auswählen.

Weitere Informationen zu den Inhalten sowie Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier:

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3
Dez
2010

Erfolg in Osteuropa

Filed under: B2B-Marketing,Internationales Marketing — fbeilharz @ 15:06

Immer mehr westeuropäische Unternehmen expandieren nach Osteuropa, um sich in den stark wachsenden Märkten Marktanteile zu sichern und das eigene Geschäftsgebiet auszuweiten. Häufig wählen Unternehmen dabei Wien als Expansionsstandort aus. Nicht nur große, wachsende und weitgehend unerschlossene Ostmärkte in unmittelbarer Nähe sprechen für Wien als Basis, sondern auch günstige Büromieten und geringe Steuersätze.

Die Expansion in den Osten stellt Unternehmen jedoch vor große Herausforderungen. Vertriebsberater Karl Kaiblinger gibt in einem aktuellen Artikel in der Zeitschrift salesbusiness Tipp, wie die “Osterweiterung” gelingen kann.

Essentiell ist es, auf die jeweilige Kultur des Landes zu achten. Zwar ähneln sich die einzelnen osteuropäischen Ländern in vielen Punkten. Jedoch hat jedes Land ganz spezifische Eigenheiten, die unbedingt beachtet werden müssen.

Auch gehören in jede erfolgreiche Mannschaft einheimische Mitarbeiter. Nicht nur kennen dies Mitarbeiter die Gepflogenheiten und Besonderheiten des jeweiligen Landes am besten, sondern sie werden auch von anderen Einheimischen eher akzeptiert. Gerade in Russland sollte aus dem Team des ausländischen Unternehmens immer auch mindestens ein Russe beim obligatorischen Handschlag während des Vertragsschlusses anwesend sein, rät Kaiblinger. So erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Verträge auch dauerhaft eingehalten werden.

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23
Aug
2010

Für Sie gelesen: Erfolgreich akquirieren auf Messen

Filed under: B2B-Marketing,Buch-Tipps,Events/Messen,Vertrieb — fbeilharz @ 10:29

Messen gehören zu den erfolgversprechendsten, aber auch teuersten Akquise-Instrumenten. Der persönliche Kontakt sowie das hohe Interesse der Besucher machen Messen sehr effektiv, nicht nur für die Neukundengewinnung, sondern auch für die Kundenbindung.

Der Messeeinsatz will allerdings geplant sein. Nur so können Aussteller das volle Potenzial der Messe nutzen und das Budget optimal einsetzen. Auch die Messenachbereitung spielt eine wichtige Rolle. Und schließlich gibt es auf der Messe selbst eine ganze Menge zu beachten, damit sich der Besuch auch lohnt.

Hier bietet „Erfolgreich akquirieren auf Messen“ von Dirk Kreuter eine wertvolle Hilfestellung. In fünf Schritten führt der bekannte Verkaufstrainer durch den gesamten Messeprozess:

1. Schritt: Messeziele festlegen
2. Schritt: Messeplanung
3. Schritt: in den Besuchsplan der Kunden kommen
4. Schritt: Messekommunikation
5. Schritt: Messenacharbeit

Trotz des lehrbuchartigen Coverdesigns handelt es sich hier um einen Ratgeber, der sehr dicht an der Praxis bleibt und sich gut lesen lässt. Zahlreiche Checklisten, Abbildungen, sogar Zeichnungen und einige Übungen erhöhen die Praxisrelevanz und die Umsetzbarkeit der Inhalte. Ein ganzes Kapitel ist weiteren Tipps aus der Praxis gewidmet und hilft von vornherein, Fallstricke zu vermeiden.

Fazit: Pflichtlektüre vor einem Messebesuch

Übrigens: Das Deutsche Institut für Marketing werden Sie dieses Jahr am DiSG®-Stand auf der Zukunft Personal antreffen.

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10
Aug
2010

Was unterscheidet B2B-Marketing von B2C-Marketing?

Filed under: B2B-Marketing,Internationales Marketing — fbeilharz @ 09:10

Die Märkte für Konsumgüter (B2C) und Investitionsgüter (B2B) unterscheiden sich in vielen Punkten stark voneinander. Nicht nur dass im B2B-Markt oft viele Beeinflusser an Kaufprozessen teilnehmen, die Entscheidungen länger dauern und es sich um größere Volumina handelt, auch die Produkte sind meistens erklärungsbedürftiger und der Verhandlungsprozess deutlich komplizierter. Im B2C-Bereich hingegen ist der Kunde in der Regel anonym, das Marketing richtet sich an einen Massenmarkt und der Kundenkontakt ist oft zeitlich begrenzt.

Aus diesen Unterschieden ergeben sich auch Unterschiede für das Marketing. Die folgende Tabelle verdeutlicht diese Unterschiede und deren Auswirkungen auf unternehmerische Entscheidungen.

B2B-Marketing vs. B2C-Marketing

Typische Merkmale
(nicht zwingend)
B-to-C-Marketing B-to-B-Marketing
Beteiligte am Markt Zahlreiche anonyme Nachfrager Wenige, häufig persönlich bekannte, Nachfrager
Markttrend Von Verkäufer- zum Käufermarkt Verstärkte Marktorientierung statt Produktorientierung
Entscheidungsprozess Individuelle, gelegentlich Familienprozesse, oft Impulskäufe Kollektive, formalisierte Entscheidungsprozesse
Determinanten des Kaufverhaltens Originärer Bedarf, soziokulturelle Einflüsse Derivativer Bedarf, Buying-Center-Struktur
Leistungspolitik Homogene Massengüter, in der Regel selbsterklärend Häufig erklärungsbedürftige, hochwertige und individuell gefertigte Leistungen. Oftmals ergänzt um Serviceleistungen.
Preispolitik Meistens feste Preise, im Handel starke Rabatteaktionen bei hochwertigen Gütern sowie Leasing und Finanzkauf Kredite und Zahlungsbedingungen häufig ausschlaggebend. Wichtige Faktoren: Zeitpunkt der Zahlung, Währung, Kompensationsgeschäfte
Distributionspolitik Meistens mehrstufig und indirekt unter Einschaltung des Handels In der Regel direkt, da Lager zu kostspielig, Nachfrager weit gestreut und die Leistungen sehr individuell sind.
Kommunikationspolitik Meistens Massenkommunikation Individuelle Kommunikationsmittel dominieren: Messen, persönlicher Verkauf, Beziehungsmanagement
Organisation I.d.R. Produktmanagement oder Category Management. Häufig Key-Account-Management

 

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