19
Aug
2008
Geheimnisse guter Rhetorik: Lassen Sie sich nicht in die Karten schauen!
- Jeweils eine Überschrift oder ein griffiges Stichwort für jedes Kärtchen.
- Ordnen Sie die Kärtchen so, wie Ihnen die Abfolge am zweckmäßigsten erscheint.
- Dann reden Sie los.
- Verwenden Sie ein Tonband und zeichnen Sie Ihre „Rede“ auf.
- In Folge transkribieren Sie das Tonband: Die erste schriftliche Version Ihrer Rede.
- Mischen Sie die Karten und ordnen Sie sie noch einmal neu.
- Erstaunlicherweise ergibt sich daraus meist eine viel günstigere Abfolge, es zeigen sich Wiederholungen und überflüssige Gedanken, die Sie nun herausnehmen.
- Sprechen Sie Ihre Rede nochmalig und nehmen Sie sie auf: die zweite Version Ihrer schriftlichen Rede.
- Da Sie nur nach Stichworten reden und Ihnen Ihre persönliche Diktion und Formulierungsart immer wieder automatisch einfällt, wird es Ihnen nicht schwer fallen, jedes Mal die gleiche Formulierung wiederzufinden (Rolle im Theater).
- Die Reihenfolge entnehmen Sie den Kärtchen.
- Lernen Sie niemals auswendig!
- Allmählich wird so aus der Improvisation der Rede eine “gefrorene Improvisation” (Prozess in der Musik).
- Die Methode, eine freie Rede wörtlich zu beherrschen ist also nicht, zu schreiben und dann den Text abzulesen, sondern genau umgekehrt: zu reden und den Text wörtlich mitzuschreiben.
- Zum Schluss schreiben Sie die gesamte Rede auf. Dies ist die Version zum Beispiel für die Presse.


Twitter







Keine Kommentare »
Noch keine Kommentare
TrackBack URI